Ausstellung im Niederösterreichischen Dokumentationszentrum für moderne Kunst, 28.8.-4.10.2026
mein Raum: Herbarium, textil und Papier
links Kunsthistorikerin Monika Keller
Frenzi Rigling eröffnet die Ausstellung, im Hintergrund die Arbeit von Frederike Schweizer
Die Arbeit Kosmos von Frenzi Rigling, verknotete Kleider
Die Arbeit von Christine und Irene Hohenbüchler
Die Arbeit Grahana von Alexandra Pruscha Grahana
Gilbert Bretterbauer, Horizont 1, 2, 3 und zwei Stühle
Herbarium in der Ausstellung Textil und Struktur, NÖDOK St.Pölten 28.8.-4.10.2026, kuratiert von Frenzi Rigling
Den Aggregatszuständen des Pflanzlichen widmet sich Christina Flaschberger. Mit aufmerksamem Blick für das Potential von Stoffen und Fäden sammelt sie Aussortiertes und Übriggebliebenes. Auch Textilien, die wegen ihrer Struktur Aufmerksamkeit erregten, werden so einer neuen Bestimmung zugeführt. In ihrer offenen Serie Herbar collagiert sie aus solchen Stoffen und Fäden textile Herbarbögen, Pendants zu Pflanzenfunden aus deren gesamtem Daseinszyklus. Die dargestellten Pflanzen sind oft Zufallsbekanntschaften, die der Künstlerin aufgrund ihrer Widerständigkeit ins Auge fielen. Der Fokus liegt weniger auf Vollkommenheit und Perfektion als auf Veränderung, Vergänglichkeit und Sterblichkeit.
Die Pflanzen werden im Herbarium zu Schaubildern von Werden und Vergehen und vom Eingebundensein in natürliche Kreisläufe.
Text: Dr. Monika Keller, Kunsthistorikerin