Tusche, Tinte, Gouache und Buchbinderleinen auf Chinapapier, je 45 x ca.140cm. Diese Arbeiten entstanden in einem kleinen Zimmer in Ottenbach an der Reuss, auf dem Boden rund ums Bett herum und im Garten. 
Poesie, ein exklusiver Ort, gewählt um zu denken und zu fühlen, um die antipoetische Welt zu reflektieren, die voll von perfekten Dingen ist, die immer mehr Zerstörung zur Folge haben. Eine Welt mit Strassen und Lärm, die dich geschäftig hält und dir Krieg und Zerstörung als Normalität suggeriert. Einen stillen Ort, wo findest du ihn?
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Spur, 2021, Tinte, Tusche, Erdpigmente, Papier, Stoff
Spur, 2021, Tinte, Tusche, Erdpigmente, Papier, Stoff
Baum gewesen und Mond, 2021, Tinte, Tusche, Erdpigment
Baum gewesen und Mond, 2021, Tinte, Tusche, Erdpigment
Intro, 2021, Tusche, Pigmente, Papiere geklebt
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Schauer, 2021, Tusche, Tinte, Erdpigmente, Papiere geklebt
Schauer, 2021, Tusche, Tinte, Erdpigmente, Papiere geklebt
ein fühlendes Wesen, 2021, Tinten, Pigmente, Papiere geklebt
ein fühlendes Wesen, 2021, Tinten, Pigmente, Papiere geklebt
Matisse, Seele einer Katze, 2021, Tinten, Tusche, Papiere und Stoff geklebt Tusche
Matisse, Seele einer Katze, 2021, Tinten, Tusche, Papiere und Stoff geklebt Tusche
In meiner Erinnerung ist immer Winter, 2021, Tinten, Tusche, Papiere und Stoff
In meiner Erinnerung ist immer Winter, 2021, Tinten, Tusche, Papiere und Stoff
Du wirst nicht immer da sein, 2021, Tinten, Tusche,  Erdpigmente,Papiere und Stoff
Du wirst nicht immer da sein, 2021, Tinten, Tusche, Erdpigmente,Papiere und Stoff
Landschaft zieht vorbei, 2021, Tinten, Tusche, Papiere
Landschaft zieht vorbei, 2021, Tinten, Tusche, Papiere
unsere Freunde, 2021, Tinten, Tusche, Nepalpapier, Stoff
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Feuer im Dach, 2021, Tinten, Tusche, Zeitungspapier, bemalte Papiere
Feuer im Dach, 2021, Tinten, Tusche, Zeitungspapier, bemalte Papiere
ein jegliches zu seiner Zeit, 2021, Tinte, Gouache, Papier, Stoff
ein jegliches zu seiner Zeit, 2021, Tinte, Gouache, Papier, Stoff
Loslassen, 2021 (Remake von 1997), Tusche, Tinte, Collage
Loslassen, 2021 (Remake von 1997), Tusche, Tinte, Collage
Nummer, 2021, Tusche und Tinte, Papier geklebt
Nummer, 2021, Tusche und Tinte, Papier geklebt
Klange der Steine, 2022, Tusche und Papier geklebt
Klange der Steine, 2022, Tusche und Papier geklebt
Reise ohne Karte
Die Worte standen auf einem Notizzettel, den ich vom Trottoir aufhob. Sie bringen mein Vorgehen auf den Punkt. Ich lade den Zufall ein. Farben und Materialien finden einander. Dann kommt die Schere zum Einsatz. Schneiden und Reissen durchkreuzen allfällige Pläne. Es gefällt mir, wenn unterwegs etwas Leichtes und Kostbares entsteht. Am besten gelingt das in der Abenddämmerung.   
Meine Arbeit in der Schule hatte viele Papierschnipsel in meine Migrossäcke geschneit. Dieses Material war abwechslungsreich und inspirierend für mich, weil es mich mit der Energie vieler verschiedener Hände in Berührung brachte. Es waren liegengebliebene oder missglückte Arbeiten von Schüler*innen, der Inhalt von Papierkörben und Blätter, die wir mit den übriggebliebenen Farben bemalt hatten. Einerseits liess ich mich nochmals voll ein auf die Energie anderer Menschen, anderseits war es auch ein Aufräumen und Leerwerden, ein Verdauungsprozess meiner Arbeit als Lehrerin. Ausserdem hatte ich mit meiner Taijilehrerin kalligrafische Übungen gemacht. Auch diese Einflüsse wollte ich transformieren. ​​​​​​​
Das Zusammensetzen fasziniert mich, weil zufällig ebenso wie im sorgfältigen Arrangieren Überraschendes entsteht, das ich zu malen niemals in der Lage wäre. Oder etwa doch, nachdem ich nun lange genug geübt habe? Es geht um Farbe, haha!
Worte aus Briefen, unentzifferbar, verschlungen, verworren, nicht für mich bestimmt, dass du dich auf mich freust, dass du keine Zeit hast.
Die ich war mit 22, malte und klebte auf solches Chinapapier, wie heute. Es wellte sich, ich nahm Erde und Pigmente, zog eine Linie als Weg, zerknüllte es und begann neu. Dann wollte ich mit Luc spazieren, in der Nähe vom Lac de Joux, ein grosses verschneites Feld überqueren, warum, fragte er, es hat keinen Weg, der Schnee liegt viel zu tief. Weil es ein grosses weisses Feld ist und weil es keinen Weg hat, erwiderte ich.
Warum es japanisch aussieht?
Weil mir immer die japanische und chinesische Kunst besser gefällt. Weil ich deshalb Shiatsu und Taiji gelernt habe.​​​​​​​

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