Herz, 1990
Aus verschiedenen Stoffen, teils mit Reliefstruktur, nähte ich organisch geformte Beutel, die ich mit Gips oder Wachs ausgoss. Die unvorhersehbaren Resultate faszinierten mich, weil sie mehr von meinem Inneren zeigten, als ich erwartet hatte. Das künstliche Fell blieb am Gips kleben und die rote Tinte, die ich in den Gips gegossen hatte, sammelte sich auf den Erhöhungen der Strickmaschen eines Pullovers. Alle sind etwa handgross. Es sind fotografierte Analogfotos, deshalb die schlechte Bildqualität.
Himbeere, 2010, Stoffe mit Wolle ausgestopft, Durchmesser ca. 33cm. Genäht und verspiesen.
Zunge, 2022, Ton, Text unterhalb der Bilder.
Lehmohren, 2014, Text unterhalb.
xx, 2022, Speckstein bemalt, 14 x 10,5 x 4 cm
Oktopus, 2022, Ton glasiert, 40 x 30 x18 cm
Zunge, 2022, Ton, ca, 7 x 16 cm
Zungenritual an der Limmat, 1
Zungenritual 2
Zungenritual 3
Zungenritual, 2022
Meine sprachliche Zurückhaltung über Bord werfen, aussprechen, was mir auf der Zunge liegt. Ich warf die schwere Lehmzunge vis-à-vis vom ehemaligen Atelier in die Limmat. Unspektakulär. Ich wollte nicht gesehen werden, darum musste es schnell gehen. Der Lehm hat sich im Wasser aufgelöst. Werden jetzt schärfere oder weisere und freundlichere Worte aus mir herauskommen, mehr Sprachen, mehr Küsse?
Lehmohren (unten)
Wieviel Wasser das Sandsteinbord führt, zeigen die angebauten Lehmohren, die es auffangen. Sie fangen das Wasser und bringen durch das Tröpfeln neue Töne ins Tobel, so lange, bis sie abbrechen. Peterstobel Zürichberg, 2014